10 Tipps wie Sie Kleinkind und Eltern Dramas entschärfen und reduzieren können. Teil 2

Wenn wir ein Kleinkind großziehen, dann bezeichnen wir allzu oft Dramen als eine unausweichliche Konsequenz. Aber man kann die Tränen und Überreaktionen mit konsequenter und kreativer Erziehung reduzieren.

Was nicht bedeuten soll, dass sogar mit den allerbesten Methoden ein Kleinkind gar keine Überreaktionen mehr haben wird. Überreaktionen sind oft eine natürliche Reaktion auf eine Welt die auf Erwachsene ausgerichtet ist, mit Grenzen die für Kinder oft unbegreiflich sind. Dies führt zu Frustration, vor allem wenn man nicht die Worte besitzt um seine Bedürfnisse und Wünsche auszudrücken.

Wenn man nicht die Worte besitzt um zu sagen: „Mama ich will noch ein wenig länger spielen“ dann ist die Reaktion oftmals ein: „WÄÄÄÄÄH!“

1. Seien Sie kein schlechtes Beispiel.

Versuchen Sie selbst keine Dramen oder Ausraster vor Ihrem Kind zu haben. Wenn Sie nach draußen gehen wollen, um in eine Wand zu treten oder um zu schreien, dann tun Sie dies. Wenn Sie Ihre Fassung verlieren wird Ihr Kind denken, dass es sich dabei um ein tolles neues Spiel handelt, wenn das Benehmen Mama/Papa zur Weißglut treibt. Außerdem erweckt dies bei Ihrem Kind den Eindruck, dass es sich bei Dramen um akzeptables Benehmen handelt.

Zeigen Sie anstelle einer Überreaktion, dass Sie offen für neue Ideen und Ereignisse sind, dass Sie nicht gleich enttäuscht sondern flexibel sind. Sie werden sehen Ihr Kind wird dem guten Beispiel folgen. Wenn Sie selbst ruhige und rationale Reaktionen auf herausfordernde Situationen haben und Durchhaltevermögen angesichts dieser schwierigen Situationen zeigen, wird Ihr Kind auch lernen ruhig zu bleiben und Durchhaltevermögen für schwierige Lebenssituationen zu erlangen.

2. Werden Sie nicht nachgiebig wenn Sie einmal gesagt haben: „Es reicht!“ oder „Fass das nicht an!“.

Generell sollte man es sich sehr sorgfältig überlegen etwas zu sagen, damit Sie NIEMALS Ihr Wort gegenüber Ihrem Kind nicht halten. Wenn Sie Ihrem Kleinkind einmal etwas erlauben, denkt Ihr Kind das dies für immer und in jeder Situation gültig ist. Wenn Ihr Kleinkind weiß, dass Sie Ihre Meinung gerne ändern, dann wird Ihr Kind dies austesten und darauf drängen.

Halten Sie sich an Ihre eigenen Regeln ohne gleich eine große Sache daraus zu machen.

3. Geben Sie Anreize.

Wenn Sie einen Ort oder eine Aktivität verlassen müssen, dann geben Sie den Anreiz für die nächste Aktivität auf die sich Ihr Kind freuen kann. Ein „Wir müssen jetzt gehen“ ist niemals so aufregend wie „Wir müssen jetzt gehen damit wir zu Hause noch malen können!“.

Richten Sie dabei den Blick Ihres Kindes stets auf die nächste Aktivität. Wiederholen Sie den neuen Anreiz ständig (schmücken Sie diesen gegebenenfalls aus, aber ändern Sie den Anreiz nicht) bis Sie am Ziel sind!

4. Warnen Sie Ihr Kind, dass sich ein Situationswechsel anbahnt.

Warnen Sie Ihr Kind 5 Minuten vor einer Aktivitätsveränderung (z. B. dem Windeln wechseln) und wenn Sie einen Ort verlassen wollen an dem Ihr Kleinkind Spaß hat.

Vor allem sollten Sie Ihrem Kind mitteilen warum es notwendig ist zu gehen und etwas anderes zu machen z. B. „Wir müssen deine Windel wechseln damit dein Popo nicht nass ist“ oder „Wir müssen gehen damit wir pünktlich zur Oma kommen“