Was Sie bei Ihrem ersten Termin beim Osteopathen erwartet

Osteopathie Termin - was Sie in einer osteopathischen Praxis erwartet bei Ihrem ersten Termin

Was erwartet Sie bei Ihrem ersten Termin bei einer Osteopathin oder einem Osteopathen? (Quelle ©Wavebreakmedia / Getty Images)

Der erste Osteopathie-Termin dauert für gewöhnlich eine Stunde. In dieser Zeit versucht Ihr Osteopath sich einen Überblick über den Gesundheitszustand des Patienten zu verschaffen.

Anamnese

Ihr Osteopath führt eine vollständige Anamnese durch und erkundigt sich nach Ihren akuten Symptomen sowie deren Beginn und Auswirkung auf Ihr tägliches Leben. Dann stellt er oder sie Ihnen ausführliche Fragen zur Ihrer allgemeinen Gesundheit, Unfällen und Traumata sowie zu Ihrer medizinischen Vorgeschichte, wie z. B.

  • Krankheiten,
  • Operationen und
  • zahnärztliche Behandlungen (einschließlich Zahnextraktionen und kieferorthopädische Eingriffe).

Außerdem erkundigt er sich nach anderen für die Gesundheit relevanten Faktoren, wie z. B. akuten oder in der Vergangenheit erlebten emotionalen Stress.

Untersuchung

Anschließend folgt eine umfangreiche Untersuchung. Der Osteopath schaut sich Ihren Körper an, begutachtet Ihre Haltung und gegebenenfalls die Beweglichkeit Ihrer Wirbelsäule und die der anderen Gelenke. Eventuell führt er weitere sinnvolle Tests durch, wie zum Beispiel eine Überprüfung Ihrer Reflexe und Ihres Blutdrucks.

Während der Untersuchung legt ihr Osteopath sanft seine Hände auf verschiedene Stellen Ihres Körpers, um Ihren allgemeinen Gesundheitszustand zu erfühlen und einzelne Belastungsmuster zu ertasten.

Für uns Osteopathen ist die Tastuntersuchung wie ein offenes Buch. Wir versuchen dadurch dem Gewebe Informationen zu entnehmen um anschließend unsere ganzheitlichen Diagnose erstellen zu können.

Diagnose und Behandlung

Die Diagnose berücksichtigt alle Symptome – nicht nur die, die im Vordergrund stehen – und prüft, ob diese eine gemeinsame Ursache haben. Sie setzt sich aus zwei Teilen zusammen:

  • Was ist die Ursache der akuten Symptome bzw. Schmerzen? Zum Beispiel Muskelverspannungen, Bänderzerrung bzw. -riss, arthritische Gelenkveränderungen oder Bandscheibenvorfälle usw.
  • Warum ist das Problem entstanden? Dieser Punkt ist extrem wichtig. Wenn die Osteopathen verstehen, warum das Problem entstanden ist, wird die Behandlung eher dazu beitragen können, ein Wiederauftreten der Symptome zu verhindern.

Hinter den Beschwerden stecken oft langfristige Auswirkungen von einem oder mehreren Unfällen, mit denen der Körper versucht, zurecht zu kommen. Es ist wichtig, dass der Patient so viel wie möglich über seine Symptome weiß, damit Patient und Osteopath gemeinsam daran arbeiten können, ein besseres Gleichgewicht im Körper wiederherzustellen.

Das Ziel der Behandlung ist:

  • die Behandlung der akuten Symptome
  • die Behandlung der festgestellten zugrundeliegenden Ursache, um die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Auftretens der Beschwerden zu verringern
  • Rehabilitation, gegebenenfalls einschließlich Ratschlägen zu Lebensstil und Sport.

Ihr Osteopath geht sowohl bei der Untersuchung als auch bei der Behandlung äußerst sanft vor. Außerdem achtet Ihr Osteopath auf alle Körperteile, da die Ursache des Problems oft weit entfernt von den eigentlichen Symptomen liegt. Seien Sie deshalb nicht überrascht, wenn Sie wegen Kopfschmerzen in die Praxis kommen und Ihr Osteopath sich darauf konzentriert, Verspannungen in Ihrem Becken zu lösen.

 

HINWEIS: Wegen des hohen Schutzgutes der Gesundheit des Einzelnen und unseres Anspruchs an die Richtigkeit und Klarheit der hier getroffenen Aussagen weisen wir darauf hin, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich keine Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände liegen können. Die Anwendungsgebiete beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen in der hier vorgestellten Therapierichtung (Osteopathie) selbst. Nur in einigen Bereichen besteht eine relevante Anzahl von gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen, d. h. evidenzbasierte Studien, die die Wirkung bzw. therapeutische Wirkung belegen. Wir betrachten den jeweiligen Einzelfall, bei dem mitunter auch bei den aufgeführten Anwendungsbeispielen eine osteopathische nicht angezeigt sein kann.