Osteopathie - Kostenübernahmen der Krankenkassen für gesetzlich Versicherte

Zuschüsse für osteopathische Behandlungen von den Krankenkassen. Beim Krankenkassenwechsel auf Zuschüsse für Osteopathie achten.

Krankenkassen und Osteopathie – Zuschüsse für osteopathische Behandlungen (Quelle: ©8vFanI / Getty Images)

Die Osteopathie verankert sich immer mehr als wesentlicher Bestandteil im deutschen Gesundheitswesen. Sowohl bei gesetzlichen Krankenkassen (GKV), als auch bei Versicherten etabliert sich die Osteopathie zunehmend.

Wie das Vergleichsportal Check24 bekannt gab, ergaben deren Untersuchungen das 72 Prozent der GKVs Kosten für Termine beim Osteopathen bezuschussen.

Aber bei Versicherungen kommt es wie immer auf ‘das Kleingedruckte‘ an und die Höhe der Bezuschussung der jeweiligen Krankenkassen weichen weit voneinander ab. Die meisten übernehmen zwischen 80 – 100 % der Kosten für Osteopathie im Rahmen von 50,00 bis zu 500,00 EUR pro Jahr.

Viele Kassen verlangen dafür den Nachweis einer hinreichenden Qualifikation der Osteopathen durch eine Mitgliedschaft in einem Osteopathie Verband.

Die Kassen gehen mit der Übernahme der Kosten für osteopathische Behandlungen auf die Wünsche von immer mehr Versicherten ein.

Osteopathie ist Auswahlkriterium bei der Krankenkassenwahl oder bei einem Krankenkassenwechsel

Fast ein Drittel der Versicherten interessiert sich, nach Angaben des Vergleichsportals Check 24, für die Therapieform Osteopathie und sieht die Kostenübernahme als wichtiges Kriterium für die Wahl der jeweiligen Krankenkasse. Während ein Teil der Patienten über die zumindest teilweise Kostenerstattung für Osteopathie Bescheid weiß, sind viele überrascht, wenn Osteopathen sie darauf hinweisen.

Wenn Sie wissen möchten, ob die eigene Krankenkasse sich an den Kosten beteiligt, finden Sie in unserer Krankenkassenliste entsprechende Informationen.

Krankenkassenwechsel: Heutzutage ein Kinderspiel

Viele Versicherte in Deutschland scheuen immer noch den Krankenkassenwechsel und bleiben ein Leben lang bei derselben Krankenkasse. Dabei ist es sinnvoll, bei steigenden Beiträgen insbesondere auf die Bezuschussung und Kostenübernahme von Zusatzleistungen wie Osteopathie zu achten und dadurch Geld zu sparen.

Vor allem in der Familienversicherung sollten Sie dies berücksichtigen, da die Kostenübernahme für Osteopathie pro Person gilt. So lassen sich auf diesem Weg bei der osteopathischen Behandlung von Mutter, Vater und Kindern einige Hundert Euro im Jahr sparen.

Grundsätzlich haben alle gesetzlich Versicherten das Recht mit einer Frist von 2 Monaten ihre Mitgliedschaft bei der Krankenkasse zu kündigen und einer neuen Krankenkasse beizutreten. Ein Zustand von dem privat Versicherte nur träumen können. Zwar ist man dann erst einmal für 18 Monate an die gesetzliche Krankenkasse gebunden, aber danach ist ein Wechsel wieder möglich. In der Regel liefern die Versicherer für Interessenten ganze Kündigungspakete mit allen Vordrucken (Kündigungsschreiben etc.) zum Kassenwechsel.

Diese Kassen zahlen am meisten!

Gegenwärtig zahlen 93 von 117 gesetzlichen Krankenkassen für Osteopathie. Die Erstattungsbeträge pro Versicherten und Jahr variieren von Kasse zu Kasse und ändern sich zudem.

Diese drei freien Kassen zahlen gegenwärtig ihren Versicherten am meisten für Osteopathie:

  • BKK Provita: maximal 500 EUR pro Jahr,
  • BKK Technoform: maximal 480 EUR pro Jahr,
  • BKK Pfaff: maximal 390 EUR pro Jahr.