Die körperlichen Veränderungen in der Schwangerschaft (Teil I)

Willkommen bei unserer Reihe über die körperlichen Veränderungen in der Schwangerschaft.

Während der verschiedenen Phasen der Schwangerschaft verändert sich die Haltung von Frauen dramatisch drei Mal über den Zeitraum von 40 Wochen. Meist geschieht dies aufgrund von Gewichtszunahme und einer hormoneller Umstellung, sowie wie dieses extra Gewicht unter der hormonellen Umstellung getragen wird. Deshalb sind die ersten unserer Artikel der Veränderungen der Körperhaltung in den drei Trimestern der Schwangerschaft gewidmet.

HINWEIS: Wegen des hohen Schutzgutes der Gesundheit des Einzelnen und unseres Anspruchs an die Richtigkeit und Klarheit der hier getroffenen Aussagen weisen wir darauf hin, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich keine Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände liegen können. Die Anwendungsgebiete beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen in der hier vorgestellten Therapierichtung (Osteopathie) selbst. Nur in einigen Bereichen besteht eine relevante Anzahl von gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen, d. h. evidenzbasierte Studien, die die Wirkung bzw. therapeutische Wirkung belegen. Wir betrachten den jeweiligen Einzelfall, bei dem mitunter auch bei den aufgeführten Anwendungsbeispielen eine osteopathische nicht angezeigt sein kann.

Veränderung der Haltung während des ersten Trimesters (Trimenon)

Während den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft wächst die Gebärmutter mit dem Embryo um sich zuerst aus dem Becken zu erheben. Dabei drückt die Gebärmutter den Inhalt des Bauchraumes vor sich her und lehnt sich gegen die Bauchmuskulatur, vor allem den Rectus Abdominus Muskel (das ist unser „Six Pack“ oder „Waschbrettbauch“). Dieser Muskel verläuft vom untersten Fortsatzes des Brustbeins (Processus Xyphoideus = Schwertfortsatz) bis zur Schambeinfuge. In dieser Phase kontrahiert (spannt sich an) die Bauchmuskulatur als Reaktion auf die Dehnung welche durch den Druck der wachsenden Gebärmutter auf diese Strukturen ausgeübt wird. Durch diese Bauchmuskelkontraktion dreht sich das Becken nach hinten und die Lordose (Vorwärtskrümmung, „Hohlkreuz“) der Lendenwirbelsäule wird flacher. Diese Veränderung gibt der Gebärmutter und dem Embryo mehr Raum sich zu entwickeln und auszubreiten.

Auch im Bereich der Halswirbelsäule und Brustwirbelsäule verändert sich die Haltung im ersten Trimester der Schwangerschaft. Die meisten Veränderungen der weiblichen Brust während der Schwangerschaft geschehen in der ersten Hälfte der Schwangerschaft. Dabei ist vor allem die Zunahme von Brustgewicht von Bedeutung. Diese Veränderung der Brust kann zur Folge haben das unter dem erhöhten Brustgewicht die Kyphose (Rückwärtskrümmung der Brustwirbelsäule, „Rundrücken“) verstärkt wird. Die Verstärkung des Rundrückens im Bereich der Brustwirbelsäule kann zur Folge haben das sich auch die Vorwärtskrümmung der Halswirbelsäule verstärkt und sich der Druck auf die Thoraxapertur (Raum im Schultergürtel durch den die Blutversorgung und Nerven für die obere Extremitäten verlaufen) verstärkt.