Osteopathie in Australien und Neuseeland

In Australien und Neuseeland hat sich der Berufsstand der Osteopathen ähnlich entwickelt wie in Großbritannien. Bis zu Beginn des 21. Jahrhunderts hat keines der beiden Länder seine eigenen Osteopathen ausgebildet und griff zur Deckung des Bedarfs für osteopathische Behandlungen ausschließlich auf britische Absolventen zurück.

Mittlerweile verfügen beide Länder über eine staatlich anerkannte Liste von osteopathischen Fachkräften. Auch private Krankenkassen übernehmen nun die osteopathische Behandlung. In Australien bieten mittlerweile drei staatliche Hochschulen Osteopathiestudiengänge an. In Neuseeland gibt es solche Studiengänge an zwei staatlichen Universitäten und einer Technischen Hochschule. Diese Studiengänge setzen sich aus einem Bachelor-Studium in Clinical Science (Osteopathie) und einem darauf aufbauenden Masterstudiengang zusammen.

Osteopathie global betrachtet
Osteopathie und Ausbildung zum Osteopathen in Australien und Neuseeland (Quelle: ©cybrain / Getty Images)

Dank der Integration in das Hochschulsystem haben australische und neuseeländische Osteopathen nun Zugriff auf öffentliche Forschungsgelder. Außerdem konnte auf diese Weise die Akzeptanz des Berufs gestärkt und der Umfang der osteopathischen Behandlung durch klinische Studien und Grundlagenforschung näher definiert werden.

Im April 2016 unterzeichnete der General Osteopathic Council in Großbritannien eine Absichtserklärung mit dem Osteopathy Board of Australia, dem Osteopathic Council of New Zealand und dem Australasian Osteopathic Accreditation Council, um den Informationsaustausch zwischen den Ländern zu fördern, Regulierungsprozesse zu straffen und bewährte Verfahren und damit verbundene Aktivitäten zwischen internationalen Regulierungsbehörden für Osteopathen auszutauschen.

Osteopathie in Neuseeland

In Neuseeland ist die Osteopathie Teil der allgemeinen Gesundheitsversorgung.

Der Berufsstand der Osteopathen wird durch das Health Practitioners Competence Assurance Act (2003) geregelt, der einen einheitlichen Rechtsrahmen für 16 verschiedene medizinische Berufe bietet.

Um als Osteopath praktizieren zu können, sind ein Bachelor of Applied Science und ein Master of Osteopathy Voraussetzung. In der Regel ist für die Zulassung ein fünfjähriges Vollzeitstudium mit einer wesentlichen klinischen Komponente nötig. Die Osteopathie wird an einer Technischen Hochschule und zwei Universitäten unterrichtet.

Für in Großbritannien ausgebildete Osteopathen gibt es je nach Datum ihres Abschlusses zwei verschiedene Zulassungsverfahren. Für Osteopathen, die sich nach 2000 qualifiziert haben, gibt es ein Schnellverfahren der zuständigen Behörde, während sich diejenigen, die sich vor 2000 qualifiziert haben, unter anderem einer praktischen und schriftlichen Bewertung unterziehen müssen.

Im Jahr 2018 genehmigte der Osteopathic Council of New Zealand einen Bachelor-Studiengang für muskuloskelettale Medizin und ein Master-Studium in Osteopathie am Ara Institute of Canterbury.

Osteopathie in Australien

Die staatliche Regulierung wurde 1978 eingeführt, jedoch werden Osteopathen seit Juli 2010 durch ein nationales Registrierungs- und Akkreditierungssystem für medizinische Berufe als Primärkontaktberufe nach dem Health Practitioner Regulation National Law Act eingestuft.

Die für dieses Gesetz, das die 14 zugelassenen medizinische Berufe regelt, zuständige Behörde ist die Australian Health Practitioner Regulation Agency.

Das Osteopathy Board of Australia ist mit der Zulassung von Osteopathen beauftragt. In Australien ist Osteopathie Teil der allgemeinen Gesundheitsversorgung.

Um als Osteopath praktizieren zu können, sind ein Bachelor of Applied Science sowie ein Master in Osteopathie Voraussetzung, was in der Regel ein Vollzeitstudium von fünf Jahren mit einer wesentlichen klinischen Komponente bedeutet. Diese Studiengänge werden derzeit an drei Hochschulen angeboten.

Für in Großbritannien ausgebildete Osteopathen gibt es je nach Datum ihres Abschlusses zwei verschiedene Zulassungsverfahren. Für Osteopathen, die sich nach 2000 qualifiziert haben, gibt es ein Schnellverfahren der zuständigen Behörde, während sich diejenigen, die sich vor 2000 qualifiziert haben, unter anderem einer praktischen und schriftlichen Bewertung unterziehen müssen.

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